Freitag, 6. Juli 2018

[06.07.18] "Das Schlimmste, was passieren kann, ist eine Abfuhr!"

"Sprich sie doch an.
Das Schlimmste, was passieren kann, ist eine Abfuhr."

Das ist eine dieser Standard-Lebensweisheiten wie auch "Geld macht nicht glücklich.".

Hast du dir mal selber zugehört?
Das Schlimmste ist eine Abfuhr.
Das ist ja, als plane man den Sprung aus dem Fenster im 3. Stock. Das Schlimmste, was passieren kann, ist der Tod. Eine Abfuhr bedeutet einen tödlichen Angriff auf das Selbst. Generell ist es weniger die Aufregung übers Verletztwerden als über die Engstirnigkeit und Erwartungshaltungen des Gegenübers, weil es ja nicht mal zum Kennenlernen kommt.
Man hatte der Angesprochenen in dem Moment eine höhere Bedeutung gegeben. Und das Ansprechen würde offen wie ein Geschenk einem Kompliment der Angesprochenen entsprechen, der man doch zeigt, dass man sie toll, schön, interessant findet. Etwas davon oder alles.
Das Problem ist das negative Image der Männlichkeit. Die überkritische Wahrnehmung, dass man mit der Angesprochenen nur ins Bett wolle.
Also auf der einen Seite heißt es, sie wollen angesprochen werden. Auf der anderen Seite scheinen sie so hohe Erwartungen ans Angesprochenwerden, oder auch Angeschriebenwerden, zu haben, dass der erste Eindruck meistens nicht den Erwartungen entspricht und zur Gegenwehr ruft. Insgesamt würde man ja auch nur aufgrund von Oberflächlichkeit, Aussehen, angesprochen werden, denn den Charakter kenne man ja noch nicht.
Dennoch kann sich Charakter doch in Kleidung, Aussehen, Gesicht und Verhalten manifestieren. Ein amerikanischer Präsident hat einen mal aufgrund des Gesichtsausdrucks nicht eingestellt, weil sein Gefühlsausdruck sich da so eingebrannt hatte, dass er nicht passte.
Es geht beim Sprung aus dem Fenster und dem Ansprechen weniger um den"schwersten aufkommenden Fall" an sich, sondern um die Wahrscheinlichkeit für diesen! Und diese ist erfahrungsgemäß ziemlich hoch. Der Sturz aus dem Fenster erledigt sich theoretisch durch die Physik und die Anatomie. Die Abfuhr erklärt sich aus der fehlenden Unbefangenheit und Offenheit, fehlendem Interesse der Menschen generell. Vielleicht hat es auch was mit Orientierungslosigkeit zu tun, dass vielleicht wenige wissen, welche Werte ihnen wichtig sind oder keine Zeit haben, überhaupt über Menschen oder sich selber nachzudenken.
Belegt durch empirische Erfahrungen und Beobachtungen, gespeichert in der eigenen Statistik.

Mittwoch, 13. Juni 2018

[13.06.18] Gesammelte Handy-Notizen

Gesammelte Handy-Notizen 13.06.18
//
Ich kann meinen Kopf um 360Grad drehen. Ich machs nur nicht, weil ich keinen Bock hab zu sterben.
//
Verwirrtheits-Psychose.
Komische Fragen und eigentlich erschütternde Antworten, doch A bleibt gelassen.

A:
Wer sind Sie denn?

B:
Ich bin dein Vater.

A:
Achso.

A:
Wer sind Sie denn?

B:
Ich bin dein Hund.

A:
Ich verstehe.

A:
Was machen Sie in meinem Haus?

B:
Ich bin ein Terrorist.

A:
Ok.

A:
Wieso sind Sie in meiner Küche?

B:
Ich bin ein AfD-Politiker.

A:
Achso.
//
Leben.
Ich geh zum Lachen in den Keller, ich geh zum Atmen in den Wald,
zum Trinken geh ich in den Keller
und zum Essen in den Wald.
//
Werbespot für Energy-Drink
(Parodie von Double-Bind Kommunikation)

2 Freunde aufm Sofa.
Draussen ist hell.
Einer guckt auf seine Uhr.
Uhrzeit erst 19 Uhr.

"Ich bin müde...."
(Erwartungsvoller Blick zum Freund, dass der versteht er soll gehen.)

(Uhr tickt: 3,2,1,..)

(Freund brutal rauswerfen!)
"(aggressiv)Ich hab gesagt du sollst gehen!!!"
(Freund wurde durchs Fensterglas geschmissen oder an Türrahmen und die Treppen runter durch die Haustür gezogen)

(Bäm!!!)

Sprecher: "(ruhig)Müde?
(aggressiv)Trink ein energy!!!"
//
Neulich bin ich beim Rathaus gewesen,
dem Stadtverwaltungswesen,
da lag ein toter Vogel mitten beim Verwesen,
auf den ich nach "gutem Morgen" habe direkt drauf hingewiesen.
Das hat die gar nicht interessiert,
die ihn mit Absicht liegen ließen,
um Leute anzulocken,
die es zum Eintritt inspiriert.
"Ach wenn ich jetzt schon hier bin, ja da kann ich doch direkt einen neuen Reisepass für 60€ beantragen. Der ist immerhin auch schon seit 4 Jahren tot."
//
Trump als Möwe
mit Seetang als Frisur.
Der Seetang könnte vom letzten Tauchgang noch sein Haupt zieren.
Zu einem Haufen anders seiender Vögel, diese Fremden abwertend:
"Geht mal weg. Ihr seid alle hässliche Entlein!"
//
Nachdem ich den Zug nach Bahnpersonal abgesucht hatte und mich ohne Ticket gesetzt hatte, weil sie sich anscheinend zu gut versteckt hatten.
Plötzlich taucht in Gedanken aus dem Nichts doch ein Kontrolleur auf:

Ich: Na wo kommen Sie denn plötzlich her? Spielen wir heute verstecken? Ich habe Sie schon überall gesucht!

Bahnpersonal: ich bin eben erst eingestiegen. 

Ich: Wunderbar, dann kan ich ja jetzt meine Fahrkarte bei Ihnen kriegen.

Ob ich dann hätte Strafe zahlen müssen? Rein rechtlich hätte ich den Status als Schwarzfahrer gehabt.
//
Alfred: Ursula, sieh mal, die orientalisch und sehr viril aussehenden Herren ziehen sich einfach aus. Ist das hier FKK oder was?

Ursula: Ach Quatsch, Alfred. 
Die haben doch noch was drunter..
Einen Sprengstoffgürtel. 
Wo die herkommen, da ist Krieg. Ist doch klar, dass sie sich aus Eigenschutz bewaffnen.

Alfred: Und damit gehen die schwimmen? Geht man mit soviel Sprengsatz nicht direkt unter?

Ursula: Es kommt auf die Dichte an.

Ursula kennt sich gut mit Physik und Menschen aus.
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Geschlecht. geht schlecht.
"Es geht schlecht, das schlechtere Geschlecht zu sein."
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Meine Hobbys sind facebook, instagram und youtube.
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Wenn ich depressiv bin und ich denke, das leben lohnt sich nicht mehr, dann denke ich daran, was ich alles schon geschafft habe.
Ich habe es geschafft, als Säugling ganz alleine aus meiner Mutter rauszuflutschen.
Ich habe es geschafft!
(Ernsthafterweise sagte ein weiser Mann mir mal, man habe es ja echt damals geschafft, das Rennen gegen all die gegnerischen Nicht-ich-Spermien zu gewinnen.)
//
einflussreich: jemand, der durch kluge Worte andere weiter bringt
abflussreich: jemand, der Scheiße labert 
//
Ey Mann!
Wieso machst du an der Fräsmaschine einen Handstand?
Hast du denn gar keinen Anstand?
Sowas macht man einfach nicht!
Denk doch mal an dein Gesicht.
Setz es bloß nicht in den Sand.
Aber ich geb dir einen Ratschlag.
Mach lieber einen Radschlag,
in die laufende Maschine,
muss dich keiner mehr ertragn,
//
Original Überschrift Zeitungsartikel
Weg mit Urlaubsfunden
Thema
Was man mit Fundstücken wie Steinen am Strand oder anderem im Urlaub machen darf, und ob man es überhaupt mitnehmen darf.
Ich meine, gefundene Wertmetalle in England gehören automatisch der Krone, dem Königreich.
Weg aus dem Urlaub mit Funden.
Las sich komisch, dass es für mich erst klang nach:
Weg mit Urlaubspfunden, wie man die angefressenen Pfunde im Urlaub wieder weg kriegt.
//
Anmachsprüche für den veralteten Fernseher, hoffend, dass sich dieser automatisch anschaltet:
-Tivi, du bist der Größte
-Tivi, deine Bilder passen gut zu meiner Langeweile
-Tivi, sind deine Eltern Terroristen? Deine Bilder sind so scharf wie ich.
-Tivi, du bist immer für mich da. Du machst, was ich will. 
Du bist unterhaltsam. Du bist unkompliziert. 
//
Seit meiner Geburt bin ich schon immer gewesen.
Bis zum Tod, da werde ich verwesen.
//
Egal auf welcher Liste du stehst, ich stehe auf dich.
//
Wer die Tüte nicht ehrt, ist des Inhalts nicht wert.
//
Titel:
SCHEITERN oder VERSAGEN
macht dich hart STARK!
 
Notizen/Hintergrundinfo:
Was am Tag schief gehen kann.
Mit Fehlern umgehen. Aus Fehlern lernt man. Geplante Fehler erschüttern weniger als zufällige.
Aufreger und Aggressionen schönreden/umwerten.
Absichtlich Fehler machen, um daraus zu lernen und also intelligenter zu werden.
Absichtlich Misserfolge produzieren, um daran zu wachsen.
Niederlagen und Rückschläge machen nur stärker.
Absichtliches Scheitern, um sich härter zu machen.
"Wer ausrastet, rostet."
Es gibt oft kein objektives Gut oder Schlecht. Also nach 1. negativem Affekt kühlen Kopf einschalten und positive Deutung suchen.

Szenen:
1.
kaffee über weisses hemd
-> Fuck, ich wollte doch strahlend weiss auf die Hochzeit von Tadelina

-> dieser neue Style wird mich unvorhersehbar attraktiv machen!
Ich werde als nächstes heiraten!

Ahh ichbkönnte mich jetzt rumstressen und den Kaffeefleck extra weg wischen. Naja aber lohnt nicht. Spätestens morgen früh ist da eh wieder ein neuer Fleck.

2.
wasser an blume vorbei
-> Fuck you, scheiss Kanne,bist DU eigentlich komplett scheisse?

-> Geil, voll spannend, wie lang die Pflanze wohl ohne Wasser klarkommt!

3.
essen auf boden fallen
-> Ich könnte ausrasten! Bestimmt 3 Minuten hab ich dieses Brot belegt!

-> Naja, durch das Bücken hab ich jetzt bestimmt die Kalorien wieder verbraucht.
Und die Hundehaare bürsten meine Gedärme von innen. Fein!


Freitag, 11. Mai 2018

[11.05.18] Die Mär vom Meer

Die Mär vom Meer

eine maritime Aquarellisierung

Datenmeer und Wattenmeer -
Zusammenhänge


Das Wattenmeer bedeutet Freiheit und Ruhe, Wellenrauschen, weite Fernen, Unsicherheit. 
Es brennt in den Augen, aber zieht uns reizvoll an.
Das Datenmeer bedeutet Kontrolle und Angst, Informationen rauschen, versinken im Netz, Unsicherheit.
Mehr Daten bedeuten mehr Angst vor Kontrolle. Kontrolle durch Daten.
Aber auch mehr Wasser bereitet Angst vor Kontrolle. Kontrolle durchs Meer.
Führt unser Immer-mehr zu immer mehr Meer?
Mögen Ebbe und Flut berechenbar sein, so scheint die Auswirkung des Mehrs an Wasser genauso unaufhaltsam und beängstigend wie die Vermehrung von Daten, die im Netz gefischt werden und ausgenommen werden.
Die Angst vor Datenhaien beim Surfen im Netz scheint größer als die vor Haien beim Surfen im Meer. 
Aber die Angst,im Meer zu ertrinken, scheint realer und vorstellbarer als in Informationsfluten, die nur unseren Geist erschlagen. Informationen aussieben. Gesiebtes sich klarmachen. Erschütterndes abdämmen.
Netze im Meer sind tödlich für Fische.
Wir sind Fische. Das Netz hält uns und unsere Daten gefangen. Wir hängen fest. Fest in Vernetzungen. Für immer. Der Strom zieht uns ins Datenmeer. Daten strömen. Informationen fließen. Wissen staut sich. Gefischte Informationen setzen sich fest und versetzen Bewusstseinssteine. Hinterlassen auch außerhalb des Netzes elementare Spuren.
Das Meer ist beherrschend, aber lebenswichtig. Ob wir uns treiben lassen oder ob wir schwimmen, das macht den Unterschied. 
Andernfalls bekommen wir schwer wieder Boden, Land und Strand unter den Füßen.
Wir müssen nicht in Informationen ertrinken. Wir können das Fließen aufmerksam beobachten.

Die Meere steigen.
Die Unsicherheit steigt.
Die Meere kontrollieren uns.
Wir kontrollieren die Meere,
Im Chaotischen Ordnung finden.
Im Unsicheren Sicherheit finden.
Freude am Risiko und Abenteuer.
Wir machen uns Sorgen um uns, aber auch um Fische und Daten.

Was wäre das ideale Meer?
Wss wäre das ideale Netz?
Offline oder online?

Donnerstag, 26. April 2018

[26.04.18] Richard David Precht über Leistungsgesellschaft und Digitalisierung

Richard David Precht
in der Stadthalle Heidelberg,
26.04.2018, ca. 20:00 - 21:45

Über Leistungsgesellschaft, ihre Entstehung und die Zukunft angesichts der Digitalisierung

Ungefähr so:
"Ich erzähle das nicht, weil ich Lust auf Katastrophismus habe, aber - es wird so kommen.
Ärzte, die flüchtig untersuchen, könnten auch digitalisiert werden,
Es könnten aber theoretisch viel mehr Berufe ersetzt werden als wir praktisch wollen. Im Kindergarten könnte man natürlich Roboter, so kleine R2D2s, einsetzen. Die Kinder fänden die bestimmt auch toll.
Die könnten mit gewählter Erzählerstimme vorlesen. Sie könnten beim Legobauen helfen. Und sie könnten eine große Kuschelhand haben. Das aber wollen wir nicht. In welchen Bereichen wird es aufs Mensch-sein ankommen? Empathie, Gefühle und Kreativität ziehen die Grenze. Kreative Ideen schöpfen sich aus Langeweile. Aber es gibt kaum noch Langeweile. Kreativität ist planlos. Man sollte nicht zu viel planen. Denn durch spontane Zufälle ergeben sich erst (spannende) Lebensgeschichten.
Auf einer IT-Konferenz habe ich gefragt, wie viele in eine Glücksmaschine steigen würden, die glücklich stimmt. (Robert Nozick - Anarchie, Staat, Utopie)
Nur 10% der Informatiker. Es gibt nämlich einen Unterschied zwischen Glück und Sinn.
Menschen dürfen im Wert nicht gegeneinander ausgerechnet werden. Autonome Autos müssten ja in jedem Fall berechnen, wer weniger wert ist und dran glauben kann."



precht
stadthalle
kongresshaus
grosser saal

mit sbahn her
erwartungen an vortrag?
kompromiss. das heute und zukunft plus 2 blöcke vergangenheit(geschichte)

der mensch ist zweck an sich(kant), darum steht ihm würde zu.
menschen dürfen nicht im wert vermessem werden.
problem autonome autos: wen überfahren? omas vs kinder? alle möglichen kollionspartner müssten für den fall berechnet werden.

r2d2 im kindergarten.
kuschelroboter mit flauschiger hand, 
viel mehr ließe sich ersetzen als wir wollen
informatik im kindergarten. 
brauchen wir so viele it ler



pflegeroboter

instrumentelle vernunft
effizienz
optimierung
kosten nutzen analyse

revolutionen 1750 england bis heute
gesellschaft im wandel
leistungsgesellschaft
arbeitergesellschaft
leistung!
menschen vermessen.

wirtschaftsliberlismus.

erfindung des geldes.
verträge.

guter mensch?
gute werte vs messbare leistung


griechenland

john locke 
sekretär in england
land von indianern in us
sklavenhandel afrika


handfertigkeit schwer maschinelll imitierbar

roboter empathie und gefühl gleich nein
nur weil demenzkranker das nicht mitkriegt, soll er das nicht erfahren->moral! 

peter thiel gründer paypal
silicin valley forderte mal bge

götz werner, mindestens 1500€


wenn arbeit weg und nix zu tun.
werden leute dann kreativ?
oder destruktiv und depressiv?

versicherungen
finanzamt
juristen(warson akten analyse)


aurbnb

kostenlos jemanden mitnehmen
kostenlose übernachten lassen
viele gute taten werden ökonomisiert.


die menschen machen dann nix mehr, wenn es bge geben würde.
man kann ja mehr arbeiten für mehr geld.

empathie berufe und kreative bleiben. logisch.


hausarzt kann nicht mehr als die technik

bankangestellte nett aber überflüssig

heute schon arbeitslose, aber theoretisch kann jeder arbeit haben.
psychologische gründe. 
motivation job zu wolln etc.

wo kommt es aufs echte mensch-sein an?!

lebenserwartung
1750-1840 in england 
35 bis 31

konkurrenz zwischen menschen und firmen
arbeiter kosten geld, nur so viel, dass sie arbeiten

rente ab 70 bismarck
kaum einer wirfe mehr als 70.

sozialismus wird eingestreut

intrensische motivation!

würde 
italienische philodophie

ohne freiheit keine würde
aufklärung 

technisches denken
kybernetik(ca1940)
im silicin valley
verhalten berechnen
menschen berechnen
big data
cambridge analytica
filterblasen, cookies

berechenbarkeit
gewohnheitstier


"ich habe keine lust auf katastrophismus, aber - es wird so kommen"


etwas technisch lösen:
0. problem erkennen
2.lösung finden

"ursupieren"

flüchtlingsproblem vertagt, aber nicht gelöst

es fehlt langeweile für kreative ideen

kreativität ist ungeplant
ziele selber suchen
probleme selber suchen

silicon valley sieht probleme, die auch precht selber nicht sieht.

dinge, die wert im leben haben, lassen sich nicht rational schaffen?! 


geschichte und plan
geschichte = plan mit umwegen zur erreichung

robert nosics
gläcksmaschine
utopia

Sinn und Glück:
kinder bringen nicht viel glück, wurde berechnet mit fragenkatalog.
ergebnis ähnlich glücksfördernd wie putzen.

glück ist mehr als die summe der momente


stolz bringt spass
silicon valley verwechselt sinn und glück.
wir dürfen nicht zu gelenkten konsumenten werden.

alles geplant und berechnet:
es fehlt die geschichte

spontanität vs planung
-autismus

kompetenzen
wissen

was hat der philosoph für kompetenzen, dass er da mitreden kann


Samstag, 14. April 2018

Der Lebensbeweis

Der Lebensbeweis:

Das Leben ist kein Kreis,  aber es ist eine Raute!



Das Leben ist kein Kreis.
Beim ersten Teil denkt man noch:
Ja klar, ich würde das nicht verneinen.
Warum sollte das Leben überhaupt irgendeine Form sein? oder haben? Das Leben ist schön oder nicht schön. Es ist kein Ponyhof, aber ein Kreis?

Und im zweiten Teil folgt dann die verblüffende Weisheit:
Ja, es ist kein Kreis,
aber das Leben ist eine Raute!

Im Folgenden will ich versuchen zu beweisen, dass das Leben eine Raute ist!


Ein lebendiger Tag wird mit einer Tasse Kaffee gestartet. Die Tasse ist zwar kreisförmig in ihrer Grundfläche, aber was zählt, ist, dass der Kaffee geradlinig auf den Boden, oder besser in den Mund, läuft, wenn ich die Tasse drehe.
Gerade wie die Kanten der Raute.

Auch der Teller, den wir oft benutzen, um lebenswichtige Nahrung aufzunehmen, ist rund,
aber wichtig ist auch hier wieder die Geradlinigkeit. Wenn wir stehen, sind wir selber eine Art vertikale Gerade, wo die Nahrung von M nach A annähernd gerade durchläuft. Auch die Kausalkette "erst Nahrung, dann solche Abbauprodukte dort und andere dann da"  ist doch eher gerade, so lange wir nicht versuchen, sie zu krümmen und uns um den Hals zu hängen. Für diesen Zweck gibt es logischerweise schönere Ketten.

Bei Leben denkt man ja immer auch direkt an unsere Erde.
Aber die ist kein Kreis und auch keine Kugel. 
Der Äquator, die Breite der Erde, ist nämlich etwa 42km länger als seine Höhe, die Distanz von Nord- zu Südpol.
Und wenn die Erde also mehr Ellipse als Kreis ist, ist sie tatsächlich auch mehr Raute!
Denn verbindet man die 2 äußersten Punkte der Breite und  die 2 äußersten Punkte der Höhe, so erhält man eine Raute!
Am Äquator ergeben sich dann 2 gleich große spitze Winkel und an den Polen 2 gleiche stumpfe.
Wäre die Erde eher Kugel und Kreis, würde sich ein Quadrat ergeben, wo nicht nur alle Seiten gleich lang sind, sondern auch die Winkel gleich groß.

Und drehen tut sich die Erde auch nicht um eine vertikale Achse wie ein Volleyball, dem man auf dem Boden liegend eine Drehung wie einem Kreisel verpassen kann.

Ja und mag sich im Raum alles Mögliche um irgendwas drehen, zum Beispiel Erde um Sonne, aber Mond um Erde, so verläuft die wesentliche Bewegung doch auf den Bahnen einer Raute!
Stell dir eine Raute mittig auf dem Koordinatenursprung vor, sodass die X-Achse und die Y-Achse ihren Mittelpunkt ergeben. 
Über der X-Achse siehst du nun den Lauf der Sonne und unter der X-Achse den Lauf des Mondes.
Die Y-Achse beschreibt den Stand der 2 Himmelskörper abhängig von der Tageszeit über der X-Achse.
Bei X=0 ist Mittag, also 12 Uhr.
Bei X=-12 ist Mitternacht, also 0 Uhr.
Von 0 Uhr bis 12 Uhr verschwindet der Mond mit der Zeit und die Sonne erscheint mit der Zeit.
Die Raute ist überall!
Ich glaube, auch im Sternenhimmel wesentlich häufiger als der Kreis.

Wenn das Leben ein Kreis wäre, wäre es sehr schwer.
Stell dir vor, du müsstest auf die Spitze des Kreises kommen.
Das wäre ein sehr steiler Weg.
Selbst das Runterkommen von der Raute würde sich als schöner erweisen.
Der Kreis ist generell eine ziemlich unnatürliche Erscheinung.

Und auch die als Kreise behandelten Kreisläufe in unserem Leben, der Wirtschaftskreislauf und der des Lebens, sind eigentlich gar keine! Ein Kreis hat nämlich unendlich viele Punkte, die alle den gleichen Abstand zum Mittelpunkt haben. Die Kreisläufe sind also nichts weiter als nette Versuche.
Denn es sind im Kreislauf des Lebens doch viel weniger Stationen.
Geburt. Wachstum. Tod.
Es ist eher ein Dreieck oder eine halbe Raute. Eine ganze Raute wird es, wenn man mit einem Partner zusammen lebt.
Die Spannung beider Leben steigt zunächst bis zur Midlife-Crisis und baut sich bis zum Tod wieder ab.
In der Mitte sind sich die beiden Partner auch am entferntesten, die sich bis zum Tod wieder annähern, wenn sie zusammenbleiben.


Du und ich, wir sind auch mehr Raute als Kreis.
Denn Nobody s perfect und jeder hat seine Ecken und Kanten, die uns besonders toll und liebenswert machen. Der Kreis allerdings hat so viele Ecken, dass man sie gar nicht mehr wahrnehnen kann.
Witzigerweise lässt sich diese vermeintliche Perfektion gar nicht beschreiben, weil man nicht genau weiß, wie viele Ecken der Kreis eigentlich hat.

Wir haben uns auch bis zur Erfindung des runden Rades sls Spezies wacker geschlagen.
Kreise sind unwichtig. Mit einem Kreis an der Speerspitze wären wir nicht dahin gekommen, wo wir heute sind.

Merkel ist eine personifzierte Raute.
Wo wären wir heute ohne diese Raute?

Und zuguterletzt ist das Leben ein schönes Spiel. Eine Raute. Der richtige Blick darauf ist entscheidend. Beim Kreis wäre es ja egal. Und apropos Spiel:
Und weil ich überzeugt bin, dass prozentual weniger Leute Playstation spielen, wo es einen Knopf mit einem Kreis gibt, als Leute, die Rauten als Hashtags setzen, ist auch hier die Raute die unser Leben beherrschende Geometrie!


Donnerstag, 5. April 2018

Spiel mit Logik

Spiel mit Logik


Ich weiß, daß Sie glauben, Sie verstünden,
was Sie denken, was ich gesagt habe;
aber ich bin mir nicht sicher, ob Sie begreifen,
dass das, was Sie gehört haben, nicht das ist, was ich meine.

Quelle: http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/DENKENTWICKLUNG/Logik.shtml

Wtf!
Wer denkt jetzt eigentlich was?
Was soll denn der andere denken nach dem Gesagten des einen?
Was will der eine, was der andere denkt?
Der eine ist sich nicht sicher, ob seine Bedeutung des Gesagten mit der des anderen übereinstimmt.
Der eine sagt, der andere denkt und versteht unmittelbar.
Der eine sagt,dass er denkt, dass der andere denkt,er hätte ihn richtig verstanden.
Er ist sich aber unsicher.
Es scheint, als würde für den anderen nach dem Hören die Bedeutung mit dem Gesagten sofort zusammenzufallen.
“was Sie denken, was ich gesagt habe”?
Der andere sollte ja genau das denken, was gesagt wurde. Oder?
Macht der Satz ohne “was Sie denken” nicht den gleichen Sinn?
“ob Sie begreifen” auch streichbar ohne Bedeutungsänderung?
Das Hören scheint begreifen und das Sagen denken lassen direkt mit zu enthalten.
Dass Hören begreifen schon beinhaltet?

Das Problem ist die Interpretation, die Bedeutungsebene.
Ist die Unterscheidung wichtig zwischen etwas
-denken
-verstehen
-meinen
-glauben
-wissen
-sagen
-hören

Glauben: nicht wissen, unsicher sein, der Überzeugung sein, denken zu wissen
Verstehen, begreifen: Bedeutung geben, von Gesagtem zu eigenem Gedanken
Meinen: war nicht so gemeint; ich meine, dass(Bedeutung geben oder nehmen)
Was meinst du damit? Was willst du damit sagen? (Bedeutung klären)
Sagen und Hören: 

Tricky finde ich auch die Wendung mit dem “nicht das ist”, ohne nicht wäre es verständlicher .
Abgewandelt: nicht sicher sein, ob Ihre Bedeutung nicht die ist, die ich ihr geben wollte..


Beispiel zur Verständlichung des Zitats


Udo(sagt):
Du bist ein Auto.

Uta(denkt): 
Udo hat gesagt, dass ich ein Auto bin.
Ich meine, Autos sind scheiße, weil sie ungesund für Umwelt und Fahrer sind.
Weil ich = Auto = scheiße, meint Udo, ich bin scheiße.
Ich verstehe, ich bin also scheiße!
(Udo ist selber scheiße!)

Udo(sagt): 
Ich weiß, dass du glaubst,
du verstündest, 
was du denkst, was ich gesagt habe;
aber ich bin mir nicht sicher, ob du begreifst, 
dass das, was du gehört hast, 
nicht das ist, was ich meine.

Ich mach’s kurz, dass du micht nicht falsch verstehst:
Ich sagte nicht, dass du scheiße bist.
Ich denke nicht, dass Autos scheiße sind.
Ich meine nicht, dass Auto-sein scheiße-sein bedeutet.
Ich meine nicht, dass du scheiße bist.
Hast du gehört, dass du scheiße bist?
Scheiße sein ist nicht, was ich unter Auto sein verstehe.
(Du bist nur ein Auto, aber nicht scheiße.)
Einfache Frage an dich: Hast du verstanden, ich hätte gesagt, dass du scheiße bist?

Uta(sagt):
Ja, das habe ich verstanden.

Udo(sagt): 
Aha! Jetzt weiß ich also, dass das, was du verstanden hast, was du gehört hast, nicht das ist, was ich meine!

Donnerstag, 29. März 2018

MACH DOCH AUS DEN MÜCKEN KEINE ELEFANTEN

MACH DOCH AUS DEN MÜCKEN KEINE ELEFANTEN 

Danksagung an: Milan und Mike


"Mach doch aus den Mücken keine Elefanten!", 
warnte ich meinen Freund Mikan.
"Hast du eigentlich mal über die Konsequenzen nachgedacht?"
Musste der Typ denn immer übertreiben?

Damals in den Weihnachtsferien hatte er schon aus Langeweile ein Modell eines Teslas hergestellt. Aus Holz gegossen hat er das, genauergenommen aus geschmolzenen Nussschalen. 
Und das war vor drei Jahren, als wir noch in der 6. Klasse waren.
Wir zwei hatten uns erst ein Jahr zuvor im naturwissenschaftlichen Zweig des Gymnasiums angefreundet. Aber dafür ziemlich schnell. Ich bin bis heute von seinen originellen Erfindungen beeindruckt, mögen sie für die anderen noch so klein, unbedeutend und unverständlich sein. Dabei war es ein guter Zufall, dass der Wechsel von der Grundschule ins sprachlich-kulturelle Profil für mich nicht geklappt hatte und ich in Mikans Klasse kam.

Jetzt standen wir in Mikans Zimmer vor der Fensterbank.
Es war das erste Wochenende nach den Osterferien.
Mikan hatte das Glas mit den Mücken in der Hand, worin er schon seit unserer ersten Begegnung tote Mücken sammelte. Es war so ein großes Glas, worin sie auch in Naturkundemuseen große Föten konservieren. Nicht viel weniger eklig eigentlich.
Als Mikan mit dem Sammeln anfing, sammelten andere Pokemonkarten, Briefmarken, Fußballsticker, Footballcaps - oder auch Müll - das war ihm aber alles zu normal und langweilig.
Warum sollte er nicht tote Mücken sammeln, dachte er sich eines warmen Julitages, während er im Bett Französisch lernte.
Die Mücken würden ja eh getötet werden, weil sie nervten. Normal.
Warum aber sollte man sie nicht sammeln können - oder dürfen - anstatt sie wegzuschmeißen?

Mikans Mutter versteht Mikans Hobby bis heute nicht. Bloß kann sie seine Leidenschaft bis heute leider auch weder akzeptieren noch tolerieren. Streit um verschiedene Dinge, die den anderen eigentlich gar betreffen, sind da an der Tagesordnung. Warum ist es so schwer, die Freiheit der anderen zu tolerieren? "Mach mal was Vernünftiges.", sagt seine Mutter oft. Dabei scheint für sie "vernünftig" nicht etwas zu sein, was "rational logischem" Sinn entspringt, sondern nur etwas, dass "normal für sie" ist.
Aber vielleicht macht sie sich auch nur zu viele Sorgen. Dass aus dem vermeintlichen Freak in der normalen Gesellschaft nichts wird.
Viele vergessen, dass Innovationen und neue Entdeckungen gerade denen zu verdanken sind, die out of the box denken.

Ich persönlich finde Mikan cool, mit seinen Ideen und Hobbys.
Aber ich bin ja selber verrückt und mache mir mit meinen Ideen nicht sehr viele Freunde. Ich glaube einige haben Angst, um ihr normales Leben, dass ihr Gewohnheitszug entgleist.

Mikan stellte das Glas auf seinen Schreibtisch, der nicht weniger kryptisch beschrieben war als die Blätter darauf.
Er breitete einen Haufen Blätter auf dem Boden aus und erklärte:
"Wie gesagt, Drahcir. Ich war nicht nur trainieren, essen und Musik hören in meinen Ferien. Als ich einmal längere Zeit tagsüber im Bett lag und die Wand anstarrte, während ich über mein Leben und alles nachdachte, fiel mir auf, ich könnte ja mal den Blickwinkel ändern. 
Also wendete ich mich etwas und schaute aus dem Fenster. Irgendwie nervte mich das große Glas auf der Fensterbank.
Es war ja doch irgendwie plötzlich sinnlos, dass es da stand. 
Wäre meine Mediensucht nicht gewesen, hätte ich das Glas wahrscheinlich spontan entsorgt.
Mit Handy im Bett hatte ich vor kurzem auf Facebook was zum Thema "Vegan", Tierhaltung, Fleisch essen, Gebiss und Klimawandel gelesen.
Es gibt ja auch dieses Sprichwort: aus der Mücke einen Elefanten machen.
Sofort war mir klar: Ich werde die vielen toten Mücken zu toten Elefanten verwandeln, die Fleisch und Elfenbein bieten. Da sie dann eh schon tot sind, muss das Töten moralisch gar nicht mehr bedacht werden."
Mikan zeigte Fotos von Elefanten, afrikanischen und asiatischen, und kleinen schwarzen und großen bunten Mücken. Eine Gegenüberstellung von Gemeinsamkeiten in der Anatomie - beide haben Kopf, Körper und Beine. Einen Vergleich ihrer DNA-Bausteine und Planungen zur DNA-Modifikation sowie Skizzen der Metamorphose vom Mückenkörper zum Elefantenkörper.

"Ja, Mikan.", unterbrach ich ihn kurzerhand.
"An sich ist es ja schon ziemlich abgefahren. Aber du kannst doch nicht im Ernst aus Mücken Elefanten machen. Das kann wissenschaftlich doch schon theoretisch kaum möglich sein.
Der Elefant hat ja tausendfach mehr Masse."

"Je nach Art und Geschlecht millionenfach mehr.", verbesserte mich Mikan.

"Hast du dein Verfahren schon mal getestet?", fragte ich.

"Ja, mit 2-3 Mücken auf dem Dachboden. Ich habe einfach die DNA extrahiert, wie wir es in der Schule mal gemacht hatten. 
Im Internet habe ich recherchiert, welche Reagenzien welche Basen in der Doppelhelix verändern und welche Aminiosäuren und folglich Proteine, Fette und Gewebe sich dadurch ergeben.
Das Wachstum und die Zellteilung im toten Körper initiierte ich mit einem speziellen Primer, den ich aus der Barbecue-Sauce getrennt hatte. Alles kein Hexenwerk.
Allerdings beschränkte ich das kontrollierte Wachstum auf die Größe des Dachbodens."

Ich staunte.

"Ich will ja aus der Mücke keinen Elefanten machen.
Aber ich wittere trotz deiner noch so guten Idee große Gefahren.
Neider, die dir den Erfolg nicht erlauben wollen. Machthungrige, die dich bestechen wollen und deine Erfindung missbrauchen könnten."

"Drahcir, mach doch einmal nicht aus der Mücke einen Elefanten.
Denk mal bitte ein kleines bisschen positiv."